Übersicht Psychische Störungen

Schizophrenie, Zwangsstörungen, CFS, Angst-Panik-Gedächtnisstörungen, ADH, ADHS etc.

Depressionen - Bornavirus - schon mit in die Wiege gelegt?
Bode L. 2008. Gesundheitsrisiko Bornavirus – ein unterschätztes Gefahrenpotential:

Dankesrede von Dr. Liv Bode anlässlich der Übergabe des Whistleblower-Preises 2007 - ein umfassender Bericht aus Vergangenheit zur aktuellen Gegenwart über die Entstehung von Depressionen, die Verbindung mit dem Bornavirus im limbischen System - Gemütsvirus als evolutionäres Erbe? - Krankheitserreger - Begleiter von Anbeginn - wann werden schlafende Bornaviren zum Risiko etc. Eine hervorragende, interessante Berichterstattung, auch für Laien gut verständlich! Unbedingt lesenwert!

 

Angst- und Panikattacken sowie Lern- und Gedächtnisstörungen

deuten auf eine Störung im Hippocampus und in der Amygdala (Mandelkern) hin.

Zu den Pkt. 3 + 4 Zitat http://library.vetmed.fu-berlin.de/resources/global/contents/2654808/bode_habil.pdf
In Ratten konnte durch Infektion als Neugeborene ebenfalls eine lebenslang persistente, klinisch jedoch unauffällige Infektion etabliert werden (131, 76, 107), die trotz exorbitanter Virustiter im limbischen System ohne histologisch erkennbare strukturelle Neuronenschäden blieb (64). In Lernexperimenten wurden signifikante Defizienzen beim räumlichen Lernen und im Schmerzvermeidungslernen sichtbar, die mit insuffizientem Kurz- und Langzeitgedächtnis einhergingen und damit eine Hippocampus-Störung nahelegten.
Ebenso konnten auffällige Verhaltensänderungen, z.B. verminderte Vorsicht bzw. Angst, beobachtet werden, die auf eine subtile Störung im Amygdala-Bereich hinwiesen (49).

Lern- und Gedächtnisstörungen stützen die schon früher postulierte Hypothese, dass die BDV-Infektion mit dem für die Gedächtnisbildung essentiellen Glutamatsystem hippocampaler Neuronen interferieren könnte. Basis für diese Annahme waren nahezu identische Verteilungsmuster von BDV-Antigenen (p40/p24) und Glutamatrezeptoren im Hippocampus eben dieser persistent infizierten Ratten (62, 64). Neurotransmitterveränderungen durch BDV-Infektion wurden auch von anderen Gruppen beschrieben (101) und erst kürzlich bezüglich einer Kokain-Sensitivität infizierter Ratten, die auf dopaminerge Veränderungen hindeuten würde, näher untersucht (167).

 

Zwangsstörungen - CFS, SEID

Bei den akut erkrankten beiden bipolaren Patienten hatte nur eine von drei positiven Proben die Anzucht infektiöser Viren erlaubt, d.h., dass infektionstüchtiges BDV offenbar nur in einem engen Zeitfenster der akuten Erkrankung vorhanden zu sein schien (24). Demgegenüber konnten wir zwei weitere Isolate jeweils aus einer 75 einzigen antigenpositiven PBMC-Probe chronisch erkrankter Patienten gewinnen. Ein Patient litt seit 14 Jahren an einer chronifizierten Zwangsstörung, die eine dauernde Hospitalisierung erforderlich gemacht hatte. Er war bereits 10 Monate zuvor als positiv für Antigen und RNA in den PBMCs diagnostiziert worden (Patient 1 in Ref. 21) und zum Isolierungszeitpunkt erneut positiv gewesen (Abb. 13; Patient H2 in Ref.22). Der andere Patient stammte aus den USA und litt seit 4 Jahren an einem chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS), das neben extremer Müdigkeit mit Muskel und Gelenkschmerzen, sowie intermittierend mit Fieber, Kopfschmerzen und Sehstörungen einherging.

 

Dieser Patient hatte ein Jahr vor Beginn des CFS-Syndroms eine Angststörung und parallel zum CFS eine Major Depression entwickelt (Abb. 13). Mit unserer erstmaligen Isolierung von BDV-Wildvirus aus dem Blut menschlicher Patienten war die Existenz infektiöser humaner Viren parallel zur Krankheit bewiesen und damit eine zentrale virologische Forderung erfüllt. Die Isolate wurden genetisch durch Sequenzierung ( 4 von 5 Genen) und biologisch (in vitro und in vivo) detailliert charakterisiert (das amerikanische Isolat nur partiell) und eindeutig als Bornaviren identifiziert. Wegen der aus der genetischen Analyse von 2 Laborstämmen des Virus seit 1994 bekannten Konserviertheit des BDV-Genoms(Sequenzhomologie >95%; Ref. 28, 36) wurden die in Berlin isolierten Humanviren im Rahmen einer deutsch-amerikanischen Kooperation in den USA sequenziert. Damit konnten von vornherein potentielle Kontaminationsrisiken mit dem bei uns, jedoch nicht in dem amerikanischen Labor vorhandenen BDV-Stamm V während der molekularbiologischen Arbeiten ausgeschlossen werden. Der molekulargenetische Beweis, dass wir ohne jeden Zweifel echte BDV-Wildvirus vom Menschen hatten anzüchten können, wurde nicht nur durch die Einzigartigkeit der jeweiligen Punktmutationen erbracht, sondern vor allem dadurch, dass die Sequenzen aus der Virusquelle, den PBMCs, identisch waren mit denen des korrespondierenden Isolats (44). Bei den 3 Isolaten, die bezüglich 4 ihrer Gene (p40 nur 50%) vollständig analysiert worden sind, was 35% des Genoms (3109 Nukleotiden) entspricht, wurden individuelle Punktmutationen in jedem dieser Gene identifiziert (44, 22), die bisher nicht bei Tierviren gefunden worden waren. Ende bode_habil.pdf

Lesen Sie zu CFS-SEID unsere Seite auf der BZK-Hauptpage http://www.bzk-online.de/informationen/mischinfektionen/cfs-seid-me/

 

Depression als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen (ADS, ADHS)

Verschiedene körperliche Zustände oder Erkrankungen können die Ursache einer symptomatischen Depression sein. Dazu zählen viele Hormonstörungen, beziehungsweise Veränderungen im Regelkreis der Hormone, zum Beispiel Umstellung der Sexualhormone nach der Schwangerschaft oder während der Pubertät, bei Schilddrüsenfunktionsstörungen und Hypophysen- oder Nebennierenerkrankungen. Auch bei starkem ADS  und ADHS oder unerkannter Hochbegabung kann eine Depression entstehen. Ebenso stehen bestimmte Viren wie z. B. das Borna Virus in Verdacht zu funktionellen Störungen des Gehirns beizutragen, welche letztendlich zu Depressionen führen. Auch können medikamentöse Therapien Depressionen auslösen, so etwa Betablocker aber auch viele andere Medikamente, etwa die Therapie mit gewissen Immunmodulatoren bei Hepatitis. Weiterlesen bei http://www.adhs-selbsthilfepool.de/

 

Bei ADS, ADHS sollten daher unbedingt Bornavirren mit abgeklärt werden und Schwermetalle im Gehirn wie Quecksilber, Aluminium

 

Aufmerksamkeitsstörung ADHS

Die Wissenschaftler weisen aber darauf hin, dass durch die Immunreaktion auf die Infektion durch den Parasiten auch andere Neurotransmitter wie Serotonin oder Glutamat beeinflusst werden könnten. Gefunden wurden erhöhte Dopaminwerte in den in infizierten Nervenzellen befindlichen Zysten, die Hunderte von Bradyzoiten des Erregers enthalten. Mit am stärksten infiziert waren die Zellen des Limbischen Systems, das für Belohnung, Lust, Motivation, Kognition und die emotionale Bewertung von Informationen, also etwa auch für Angst, eine wichtige Rolle spielt.

Um zu sehen, ob die infizierten Zellen auch mehr Dopamin ausschütten, wurden in vitro infizierte Nervenzellen beobachtet. Die Dopaminausschüttung erhöhte sich hier mit der Infektionsrate. Gegenüber ähnlich gezüchteten, aber nicht infizierten Zellen waren die Dopaminwerte um das Dreifache erhöht. Damit habe man das erste Mal nachgewiesen, dass ein Parasit über die Beeinflussung der Dopamin-Konzentration das Verhalten eines Wirts steuern kann. Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/35/35823/1.html

siehe auch http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/fakten-uber-adhs

 

Alarmierende Situation bei Kindern und Jugendlichen

Leichte depressive Verstimmungen bis hin zu schweren depressiven Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, unter denen Kinder und Jugendliche leiden. Ab einem Alter von 15 Jahren nimmt auch die Anzahl von Suizidversuchen und Selbsttötungen aufgrund von Depression drastisch zu. Diese alarmierenden Fakten nahm die EAAD im letzten Jahr zum Anlass, den Focus der europäischen Bündnisarbeit auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu richten. Quelle von 2.1.2011: http://www.fabians.de/EDD/index.php?option=com_content&task=view&id=22&Itemid=44

Im Mai 2009 wurde in Arte eine internationale Studie nach den Kriterien der internationalen Klassifikation DSM-IV über Neurologische Auffälligkeiten, Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen unter dem Thema: "Kinder unter Kontrolle" über Verhaltensstörungen gezeigt. Zum Schluss der Sendung wurde in Untersuchungen mit dem MRT festgestellt, dass bei den untersuchten verhaltensgestörten Kindern und Jugendlichen u.a. die Amygdala, der Mandelkern, also ein Teil des limbischen Systems, eine Störung hat.
Bei verschiedenen Versuchen leuchtete die im MRT bei den Verhaltensgestörten nicht auf - im Gegensatz zu der Kontrollgruppe der Gesunden. Insgesamt sollen in Deutschland bei den 4 - 18 jährigen 15 % verhaltensgestört sein, die Ärzte möchten erreichen, dass diese Störungen schon sehr früh im Kindesalter erkannt werden, um sie erfolgreich behandeln zu können.
Es wurde die Wichtigkeit unterstrichen, dass die Kinder frühzeitig genug behandelt werden können, da die Amygdala bis zum Alter von 18 Jahren wächst. Wenn die Ursachen genauer erforscht würden, könne man neue Medikamente entwickeln vor der Pubertät! Es wurde unterstrichen, dass die Ursachen noch nicht genug erforscht würden! Mehr darüber und die Links zu den Videos im Forum


Schizophrenie

In der Schizophrenie wird der Bornavirus ebenfalls diskutiert. In Japan gelang es vor kurzem erstmals Borna-Virus aus dem Gehirn eines an Schizophrenie (Psychose) erkrankten Patienten zu isolieren. Auch konnten wiederholt bei psychiatrischen Patienten Borna-Virus-Antigene so wie virale RNA in peripheren mononukleären Zellen nachgewiesen werden. Eine weitere Studie fand heraus, dass auch übermäßiger Genuss von Cannabis Schizophrenie fördern kann.

Bemerkenswert ist die Korrelation der Schwere der affektiven Störungen sowie akuter depressiver Episoden mit dem Nachweis von zirkulierenden Bornavirus-Immunkomplexen in Verbindung mit einer hohen Antigenämie im Plasma.

Weitere Hinweise für eine mögliche Assoziation sind ein gutes therapeutisches Ansprechen von Patienten mit Depression bei der Behandlung mit Amandatin. Diese seit vielen Jahren bekannte Substanz hat sowohl eine antivirale (Influenza) als auch dopaminerge (Parkinsonsche Krankheit) Wirkung. Eine vor kurzem durchgeführte offene Studie an Patienten mit Depression ergab eine Ansprechrate der Amantadin-Therapie von ungefähr 70%. Lesen Sie weiter auf http://www.chirurgie-portal.de/infektionen/bornavirus.html

Neue Studien ergeben, dass da einige verschiedene Faktoren zusammenkommen können, z.B. auch eine genetische Veranlagung. Siehe dazu Auszug aus http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/258552:

 

Viren als Auslöser

Die Bedeutung von Umweltfaktoren bei der Entstehung von Psychosen wurde bereits anhand diverser epidemiologischer Untersuchungen nachgewiesen. Bislang gelang es jedoch nicht, die Einzelfaktoren ausreichend zu identifizieren. Tierexperimentelle Studien zeigten, dass Infektionen Autoimmunvorgänge auslösen, die ihrerseits eine akute oder chronische Inflammation im zentralen Nervensystem verursachen. In weiterer Folge werden neurodegenerative Prozesse angestoßen. Die Medizingeschichte zeigt, dass die Fiebertherapie beachtliche Erfolge bei schizophrenen Patienten erzielen konnte. Rezente Arbeiten bestätigen einen Anstieg von Autoantikörpern in Serum und Plasma von schizophrenen Patienten, aber auch eine hohe Anzahl an viralen Infektionen. Borna-, Herpes- und Influenza-Viren, aber auch Infektionen mit Toxoplasma gondii werden verdächtigt, Entzündungen im zentralen Nervensystem zu triggern, welche letztendlich die Psychose verursachen. Erhöhte Entzündungsparameter und Antikörper können dabei sowohl im Plasma als auch lokal im zentralen Nervensystem nachgewiesen werden.

 

Pränatale Infektion

Die Hypothese, dass Infektionen und entzündliche Prozesse Auslöser einer Schizophrenie sein können, wird desgleichen durch Tierexperimente bestätigt: Dort erhöhten virale und bakterielle Infektionen während bestimmter Schwangerschaftsperioden das Risiko der Nachkommen, als Erwachsene an einer Psychose zu erkranken. Zudem existiert eine Korrelation zwischen Infektionsrate und saisonaler Häufung von sogenannten „schizophrenen Geburten“. Finnische und brasilianische Untersuchungen bestätigen, dass sich das Psychoserisiko von Patienten, die in der Kindheit eine ZNS-Infektion durchgemacht hatten, verfünffachte. Möglicherweise spielt dabei eine Störung der Gehirnentwicklung infolge der Infektionen eine tragende Rolle. Quelle war ein Artikel auf der Page der Ärztezeitung

 

Drogenverbrauch abklären

 

Drogenmissbrauch kann ein Faktor sein bei den psychiatrischen Störungen, das sollte vorher immer abgeklärt sein!

Nicht vergessen sollte man, dass auch ein höherer Verbrauch von Cannabis zur Schizophrenie führen kann!

Symptome vom gefährlichen Crystal Meth - früher bekannt unter dem Namen Pervitin und in der Apotheke zu haben - sehr ähnliche Symptome aus wie Bornaviren: Verfolgungswahn, die Leute sind sehr hektisch, können kaum still sitzen, nach der ersten Aufpuschung folgen Depressionen, Gereiztheit, sogar Selbstmordgedanken! Die Droge macht schnell aggressiv und abhängig. Dann gibt es häufig erhöhte Körpertemperatur und Schlafprobleme, Haare fallen aus, der Herzrhythmus ist gestört, die Haut kratzt, Zähne und Gebiss verfallen, führt bei längerem Gebrauch zu Psychosen!

externer Link zu Schizophrenie:

https://www.mh-hannover.de/fileadmin/mhh/download/forschung/Forschungsbericht_2007/zentrum_psychologische_med/Klinik_fuer_Psychiatrie.pdf

 

aktualisiert 16.10.14