1) Die Bornavirustests für Tiere wie Pferde, Schafe, Hunde, Katzen, Kaninchen etc. entsprechen denen auf der humanen Seite, siehe humane Tests.

 

2) Die neu entdeckten Bornaviren der Spezis Bunthörnchen oder weitere verwandte Arten bzw. der gleichen Gattung (Eichhörnchen?) werden im FLI getestet, wo für weitere Untersuchungen molekularbiologische und serologische Testverfahren zum Virusnachweis entwickelt wurden, die nun zur Verfügung stehen, siehe dazu http://www.landestieraerztekammer-thueringen.de/index.php/news/aktuelles/item/576-neuartiges-bornavirus-bei-bunthoernchen-nachgewiesen

 

3) Die aviären Bornaviren der papageiartigen Vögel - Bisher wurde die Neuropathische Drüsenmagendilatation bei ca. 50 Psittaziden-Arten beschrieben, allerdings wurden auch PDD-klinische Krankheitssymptome bei Tukanen, Ammern, Kanarien, Prachtfinken, Ibisvögel, Kanadagänsen und einem Wanderfalken beobachtet.

Nachweis von Aviärem Bornavirus (ABV) – PCR:

http://www.vet-magazin.de/firmennews-deutschland/veterinaermedizinische-labore/laboklin/Nachweis-Aviaeres-Bornavirus-ABV.html
und

 http://tauros-diagnostik.de/leistungen/vogeldiagnostik/infektionsdiagnostik/bornavirus/

Beide, also Pkt. 2 +3 weichen zu 25 % von denen unter Pkt. 1 ab. Es stellt sich also für uns die interessante Frage, ob diese beiden Spezis was miteinander zu tun haben und sich evtl. gegenseitig anstecken könnten?

 

FAQ zu 1): Gibt die Höhe der Blutwertetiter einen Hinweis auf die Höhe des Gefahrensgrades?

Hier muss man sagen: nein! Es wird immer wieder festgestellt, dass nicht die Höhe z.B. der Virusantigene ausschlaggebend dafür ist, ob das Tier jetzt akut gefährdet ist. Man muss immer alle 3 Werte gegeneinander abwägen.

Es kam gerade sehr oft vor, dass die hoch belasteten Pferde kaum Symptome zeigten, da sie auch hohe Werte bei den Antikörpern hatten und der Organismus das daher sehr gut wegstecken konnte. Im Gegensatz dazu wurde bei den tödlichen Fällen relativ niedrige Titer gefunden, aber auch eben niedrige Antikörper.

Borna-positive Pferde stehen mit negativen Pferden zusammen. Das spricht dafür, daß positive Pferde nicht "hochgradig" ansteckend sind und eine übertriebene Panikmache völlig fehl am Platz ist. Es spricht auch dafür, daß eine Infektion über sog. Vektoren (Mäuse/Ratten) oder das Trinken aus den gleichen Wasserstellen wahrscheinlicher ist (siehe Veröffentlichungen). Manche Pferde kommen lange mit einer Infektion gut zurecht. Oft haben diese Pferde zwar hohe Bornavirus-Titer, aber eben auch viele Antikörper und können so die Infektion gut "ausgleichen". Was nicht heißen muss, daß dieses Pferd über Jahre hinweg nicht auch ein Erkrankungsrisiko hat, wenn weitere Risikofaktoren dazu kommen. Dagegen Pferde, die niedrige Antigenwerte aufweisen bei gleichzeitig geringer Ak-Bildung bzw. gar keiner Ak-Bildung, zeigen viel häufiger heftige Symptome und sind auch die schwerer zu therapierenden Fälle (bei chronischer Infektion).