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5.11.14: Deutschlandfunk - Hörbeitrag über das X-Protein des Bornavirus

Den Link habe ich nicht mehr gefunden. Es ging darum, dass die Forschung rätselt, für was es gut sein kann, dass die Evolution über Jahrmillionen hinweg im menschlichen Genom Teile des Bornavirus gelassen hat - muß ja irgendeine Funktion haben, sonst wären die längst nicht mehr da! Also könnte es sein, dass diese Proteine den Menschen evtl. schützen vor diesen Erreger? Oder haben diese Genteile den Zweck, neue funktionierende Gene wieder aufzubauen im Menschen? Nun gibt es neue Studien mit Mäusen, die man mit Parkinson infiziert hat und festgestellt hat, dass ein Eiweiß des Bornavirus, das sog. x-Protein in Studien einen schützenden Mantel um die Nervenzellen im Gehirn dieser Parkinsonmäuse gelegt hat. Es schützt also offensichtlich Nervenzellen im Gehirn.
Siehe dazu auch etwas weiter unten unseren Beitrag vom 13.8.10 und außerdem hatten wir schon einen ausführlichen diesbezüglichen Bericht über dieses X-Protein auf unserer Seite Bornavirusforschung im Beitrag vom 5.10.11 Borna Disease Virus and its Hosts

 

Zusammenhang zwischen Aktualisierung von Borna-, Herpesviren, Borrelien und Elektrosmog

18.8.14: „Es gibt lt. Dr. Klinghardt einen synergistischen Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern, chronischen Entzündungen wie z.B. Borreliose, Borna- und Herpesviren u.a. und Schwermetallbelastungen, das gilt besonders für schwere Erkrankungen wie MS, ALS oder Alzheimer.
Es sei als Erste-Hilfe-Maßnahme das Wichtigste, zuerst die Elektrosmogeinwirkungen und die geopathischen Störfelder zu reduzieren, dann erst die Infektion zu behandeln oder die Amalgamfüllungen zu entfernen. Der erste Schritt sei, die Menschen aus dem Feld zu entfernen. Was das Haus angeht, sollte jeder, speziell aber chronisch Kranke seine Wohnung frei machen von Elektrosmog und anderen Störfeldern, die sich durch Schwingungen im Organismus manifestieren, so gut es geht". Die stärkste krankmachende Wirkung haben diese Felder in der Nacht durch die Störung der Melatoninproduktion mit oft katastrophalen Auswirkungen.“

Fachkliniken für Burnout zum Beispiel haben schon bemerkt, dass ein Großteil ihrer Patienten aus dem IT-Bereich kommt, deren Mitarbeiter offensichtlich besonders hoch belastet sind aufgrund der vielen strahlungsstarken Technik. - zumindest habe ich eine diesbezügliche Broschüre bekommen. Menschen, die im Bereich von Mobilfunkanlagen, Hochspannungsleitungen oder anderen stark elektrosmogbelasteten Bereichen leben und arbeiten, gehts auch nicht viel besser.

 

13.1.11: Ca. acht Prozent unserer DNA stammen von Viren, das ist viel, siebenmal so viel wie jener Teil des Genoms, den die „Gene“ ausmachen (d.h. die Abschnitte, die Proteine erzeugen lassen).
Interessanter Artikel aus einem US-Bornavirus-Forum mit Fotos von: Bornavirus und Schizophrenie: 8 Percent of Human Genome Was Inserted By Virus, and May Cause Schizophrenia

 

Das Borna-Virus und der Zelltod im Gehirn

16.3.10: Quelle: http://www.bio-pro.de/magazin/wissenschaft/index.html:
Unser Erinnerungsvermögen hat seine materielle Grundlage unter anderem in dem als Hippocampus bezeichneten Areal unseres Gehirns. Darum ist es schwerwiegend, wenn diese Region durch Umwelteinflüsse in ihrer Substanz geschädigt wird. Wie das Borna-Virus charakteristische Verschaltungsmuster verändern und Nervenzellen des Hippocampus zerstören kann, untersucht die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Bernd Heimrich von der Universität Freiburg.

Die Experimente können zumindest verstehen helfen, was im Gehirn nach einem Virusbefall passiert. Ein anderes Beispiel zeigt dies noch deutlicher: Heimrich und sein Team haben in einer aktuellen Arbeit am lebenden Rattenmodell untersucht, wie der Befall mit dem Borna-Virus die Verschaltungsmuster im Hippocampus verändert. Sie stellten fest, dass sich verschiedene Verbindungen zwischen den Eingängen aus anderen Gehirnregionen und den verarbeitenden Zellen im Hippocampus umstrukturieren. Im Verlauf der Infektion kommt es zur massiven Abnahme der Körnerzellen. Die Nervenfortsätze aus anderen Gehirnregionen verlieren somit ihre Kommunikationspartner. Diese Nervenfasern bilden dann – vielleicht als Ausweichreaktion – vermehrt Synapsen an Dendriten anderer Zellen im Hippocampus. Synapsen sind Kontaktstellen zwischen Nervenzellen und essenziell für den Informationstransfer im Nervensystem. Die Anzahl an Synapsen variiert in Abhängigkeit zur Infektionsdauer. Das weist deutlich darauf hin, dass sich nach einer viralen Infektion im Gehirn die neuronalen Verschaltungen reorganisieren. Weiter lesen im obigen Link.

7.1.10: In der Bornavirus-Forschung gibt es bahnbrechende neue Ergebnisse in Bezug auf die Erforschung von Depressionen und evtl. von Schizophrenie und über die Vererbung dieses Virus über die Keimbahnen. Eine Bornavirus-Infektion kann eine Quelle von Mutationen in infizierten Personen sein, vermutlich vor allem in Neuronen. In der neuen Studie fanden japanische Forscher Kopien des Bornavirus N (für Nukleoproteid)-Gen eingefügt im menschlichen Genom an mindestens vier verschiedenen Orten.

 

Viele Virenfossile (Bornavirus) im Genom

Im Erbgut von Menschen und anderen Lebewesen finden sich viele Sequenzen, die Viren bei einer Infektion früherer Generationen vor langer Zeit eingebaut haben. Bislang hatte man solche fossilen Spuren ehemaliger Virenattacken allerdings nur der Gruppe der Retroviren zugeschrieben. Keizo Tomonaga von der Osaka University und seine Kollegen beschreiben nun, dass auch die so genannten Bornaviren sich auf Dauer im Erbgut einer Art verewigen können [1]. Diese Viren könnten durchaus eine bislang unterschätzte Quelle von schädlichen oder innovationsfördernden Mutationen sein, so die Forscher.
Bei Bornaviren werden bei der Replikation allerdings keine Erbgutabschnitte in die Wirts-DNA integriert; das dazu nötige retrovirale Werkzeug, etwa die reverse Transkriptase zum Umkopieren von RNA in DNA, fehlt dem Virus. Trotzdem fanden die Forscher Reste der viralen EBLN-Gensequenzen in der DNA etwa in eigens infizierten Mäusen. Flankierende Abschnitte der integrierten Sequenzen deuten darauf hin, dass mobile genetische Elemente der Wirtszellen dafür verantwortlich sind: Sie kopieren sich regelmäßig selbst und reintegrieren dann an anderer Stelle erneut ins Erbgut. Bei diesem Prozess könnte der verantwortliche Apparat auch RNA der Bornaviren in DNA umgeschrieben und eingebaut haben, vermutet Cédric Feschotte von der University of Texas in Arlington [2]. Weiterlesen hier: http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1018407

Anmerkung: Reverse Transkriptase:  RNA-abhängige DNA-Polymerase der Retroviren erzeugt ein DNA-Provirus nachdem ein RNA-DNA Hybridmolekül entstanden ist. Reverse Transkriptase bildet aus einer RNA den zugehörigen (komplementären) DNA-Strang, normalerweise nicht möglich. Reverse-> Umkehrung. Quelle Ludwig

 

Tierisches Virus (Bornavirus) schlich bereits vor Millionen Jahren in menschliche DNA

Wissenschaftler der Universität Osaka in Japan fanden heraus, dass es sich um das Bornavirus handelt, das erstmals in den 1970er Jahren identifiziert wurde. Die Forscher unter Keizo Tomonaga verglichen die DNA diverser Säugetiere, darunter Menschen. Im menschlichen Genom wurde das Virus sowohl fragmentarisiert als auch Form zweier Genen gefunden, deren Funktion allerdings unbekannt ist. Das Bornavirus vermehrt sich den Forschern zufolge in den befallenen Zellkernen.Welche Bedeutung der Nachweis des Bornavirus in der menschlichen DNA hat, dürfte heftige wissenschaftliche Kontroversen auslösen.

Die grundlegenden Fragen sind dabei, ob das Virus ausschlaggebende genetische Mutationen in der Menschheitsentwicklung ausgelöst hat, ob es für Erbkrankheiten oder womöglich einen Schutz vor Krankheiten sorgt. Es gibt bereits Spekulationen, wonach das Bornavirus mit Schizophrenie oder anderen Störungen im Zusammenhang stehen könnte. Die Tatsache, dass es - zumindest in Zellkulturen – sehr leicht zum Einbau viraler Genabschnitte in die zelluläre DNA und damit zu genetischen Veränderungen in diesen Zellen kommen kann, wird wahrscheinlich auch wieder zu einer Belebung der Diskussion über mögliche Bornavirusinfektionen des Menschen und deren Bedeutung bei neuropsychiatrischen Erkrankungen führen. http://www.virologie.meduniwien.ac.at/home/upload/vei/2010/0310s.pdf

 

Auch sehr guter Link in deutsch:" Wir, Kinder von Viren" beschreibt die Entwicklung der Retroviren von vor 50 Mill. Jahren bis jetzt zur Entdeckung des Bornavirus im Genom.
Auszug: Erbe am Erwachen hindern - Damals muss ein Heer von Retroviren unterwegs gewesen sein, vor etwa 50 Millionen Jahren ein zweites, das zeigen Analysen von Didier Trono, Lausanne.  Unheil anrichten kann ihre genetische Information immer noch, deshalb wird sie in der Embryonalentwicklung stillgestellt, mit einem Protein (KAP-1), das verhindert, dass Retroviren-Genombestandteile abgelesen werden. Mäuse, in denen Tropo KAP-1 blockierte, starben rasch, in ihnen erwachte das Erbe (Nature, 463, S.237).
Und als es in deren Evolution vor 40 Millionen Jahren weiterging – mit der Trennung der Feuchtnasenaffen (Lemuren etc.) von den Trockennasenaffen („echte Affen“) – kam wieder ein Virus. Diesmal Bornavirus. Aus eigenen Stücken setzt sich das nicht in ein Genom, es wurde rekrutiert, von einem früher eingewanderten Retrovirus. Keizo Tomonoga (Osaka) hat es gezeigt und vermutet, Borna sei eine „Quelle genetischer Neuheit in den Wirten“ geworden (Nature, 463, S.84)

weiter in http://diepresse.com/home/science/53368

 

Sehr gut auch diese Seite:
https://scilogs.spektrum.de/die-sankore-schriften/die-auferstehung-des-jesus-gens/
Darin geht es um IRGM (Immunity-related GTPase M), das „Jesus-Gen“. Jesus-Gen deshalb weil es im Laufe der Evolution der Säugetiere „gestorben“ und im gemeinsamen Vorfahren der Menschenaffen „wiederauferstanden“ ist. Aber IRGM starb nicht einfach so – es wurde ermordet.
Eine höchst spannende Geschichte!

 

Weitere diesbezügliche sehr interessante Pages (engl.): http://www.sciencenews.org/ und http://www.wired.com/wiredscience/2010/01/bornavirus-in-human-dna/